Playtronica Installation
Das Projekt „Playtronica Installation“ ist eine interaktive musikalische Klanginstallation, die Alltagsgegenstände wie Früchte, Gemüse, Getränkedosen und eine Hauspflanze zu einem spielbaren Instrument verwandelt. Mit einem Playtronica-Board und einem Touch Me Playtronica-Gerät werden leitfähige Objekte aus Küche und Wohnzimmer in eine experimentelle Soundumgebung eingebunden, die über Ableton Live gesteuert wird.
Ziel der Installation ist es, Musik auf unerwartete Weise erfahrbar zu machen – durch Berührung, Spontaneität und den kreativen Umgang mit Objekten, die sonst nichts mit Musik zu tun haben.
Aufbau und Konzept
Das Setup besteht aus einem PC mit Ableton Live, einem Playtronica-Interface sowie einem Touch Me-Modul. An bis zu 16 Ports können verschiedene Objekte angeschlossen werden, die jeweils Loops oder Sounds auslösen. So schaltet beispielsweise ein Apfel die Kickdrum ein und aus, eine Erdbeere aktiviert den Bass, eine Cola-Dose steuert die HiHat, ein Bier die Snaredrum, während eine Hauspflanze über das Touch Me frei improvisierbare Klangmodulationen ermöglicht.
Nach umfangreichen Sounddesign-Arbeiten in Ableton wurde das Setup um zehn Meter Draht, ein Handystativ und diverse improvisierte Anschlüsse erweitert. Erste Testläufe mit Getränkedosen zeigten bereits das Potenzial des Systems, das Alltägliche in musikalische Ausdrucksformen zu verwandeln.
Entwicklung und Aufnahmen
In mehreren Videoaufnahmen wurden unterschiedliche Konfigurationen erprobt – von Früchte- und Gemüseinstrumenten bis hin zu einem Mini-Performance-Setup im Wohnzimmer:
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Erste Aufnahmen: Banane als Bass, Blume als Kickdrum, Gemüse für Percussion, Früchte für Melodie und eine Red-Bull-Dose als Lead-Synth.
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Folgeaufnahmen: Neue Soundzuweisungen, Variationen der Loops und der Einsatz von Vocals, Autotune und Text-to-Speech.
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Konzept „Eat healthy, be healthy – or drink Red Bull“: Eine einminütige musikalische Erzählung, die humorvoll den Gegensatz zwischen gesunder Ernährung und Konsumverhalten thematisiert.
Mit jeder Iteration wurde die Inszenierung präziser, das Timing optimiert und die Dauer der Performances reduziert, um die Idee klar und unmittelbar zu kommunizieren.
Video und Postproduktion
Für die Videobearbeitung wurden verschiedene Programme getestet – von mobilen Apps wie Hype Text bis zu Desktop-Tools wie Kapwing, Textro und Animotica. Schließlich fiel die Wahl auf eine Kombination aus Adobe After Effects (für Intro und visuelle Effekte) und Animotica (für den Schnitt und Textanimationen).
Durch die Verwendung von Stock Footage und animierten Textelementen entwickelte sich das Projekt zunehmend in Richtung einer künstlerischen Werbeinstallation – etwa als Visualisierung für Workshops oder Performances rund um Playtronica und experimentelle Klangkunst.
Fazit
Die „Playtronica Installation“ verbindet Musik, Technik und Alltagskultur zu einer spielerischen, audiovisuellen Performance. Sie lädt dazu ein, Klang auf neue Weise zu erleben, Improvisation mit digitaler Präzision zu verbinden – und ganz nebenbei ein Bewusstsein für Kreativität im Alltag und gesündere Lebensweisen zu schaffen.