KI-generiertes Buchprojekt zur Gesellschaftskritik

Das vorliegende Projekt entstand aus dem Bestreben, künstliche Intelligenz als kreatives Werkzeug zur Reflexion gesellschaftlicher Themen einzusetzen. Im Mittelpunkt steht eine umfassende, visuell-literarische Auseinandersetzung mit der modernen Gesellschaft – ihren Widersprüchen, Abhängigkeiten und Sehnsüchten.

Ausgangspunkt bildeten 100 Prompts, die mit GPT-4o generiert wurden. Diese Texte dienten als kreative Grundlage, um über Flux tausende Bilder zum Thema „Kritik an der modernen Gesellschaft“ zu erzeugen. In einem mehrstufigen Auswahlprozess wurden die entstandenen Werke von Luca und mir kuratiert und auf eine finale Auswahl von 160 Bildern verdichtet.

Anschließend nutzte ich erneut GPT-4o, um zu jedem der ausgewählten Bilder eine individuelle Kurzgeschichte verfassen zu lassen. Schnell zeigte sich jedoch, dass die automatische Verarbeitung über ein eigens mit GPT-4o erstelltes Python-Skript zwar effizient, qualitativ jedoch nicht überzeugend war. Trotz identischem Modell und identischer Fragestellung blieben die im Batch-Verfahren generierten Texte hinter den manuell erstellten Prompts zurück – die Ursache dieser Diskrepanz blieb unklar.

Um die erzählerische Qualität zu gewährleisten, entschied ich mich, die 91 finalen Bilder einzeln in GPT-4o zu laden und die Kurzgeschichten manuell generieren zu lassen. Der hierfür verwendete Prompt verband visuelle Beschreibung mit inhaltlicher Interpretation:

„Bitte beschreibe mir, was du auf diesem Bild siehst, und interpretiere es im Sinne einer Gesellschaftskritik. Verfasse dazu einen passenden Titel und nutze den Dateinamen des Bildes als Untertitel. Anschließend schreibe eine kurze Kurzgeschichte, die das Bild in diesem Kontext ergänzt.“

Auf dieser Basis entstand eine Sammlung von Text-Bild-Paaren, die gemeinsam eine vielschichtige, kritische und zugleich poetische Erzählung über den Zustand der Gegenwart bilden.

Zur Gestaltung des Buches entwickelte ich mit GPT-4o ein Scribus-Skript, das die Kurzgeschichten und Bilder automatisiert in einem ansprechenden Layout arrangiert. Ergänzend entstand ein zweites Skript zur automatischen Paginierung, während die Typografie ebenfalls mithilfe des Modells kuratiert wurde.

Das resultierende Werk umfasst 91 Illustrationen und Kurzgeschichten auf insgesamt 190 Seiten, ergänzt durch ein Titelbild, ein Impressum und ein Editorial. Aufgrund des Umfangs und der inhaltlichen Dichte entschieden Luca und ich nach gemeinsamer Analyse, das Buch in drei eigenständige Bände zu gliedern – eine Entscheidung, die der inhaltlichen Tiefe und ästhetischen Kohärenz des Projekts gerecht wird.

Damit nähert sich das Projekt seiner endgültigen Form: einem dreiteiligen KI-generierten Kunstbuch, das visuelle und literarische Ausdrucksformen verbindet und die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz als Werkzeug für gesellschaftliche Reflexion und künstlerische Gestaltung auslotet.